25. Oktober 2020

Kräftiges Minus bei Heidelberg

Auch die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) meldet aktuell ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Dessen Verlauf wurde in einem, wie es heißt „herausfordernden Geschäftsjahr 2019/20“ (gemeint ist der Zeitraum vom 1. April 2019 bis 31. März 2020) durch das sich zunehmend verschlechternde konjunkturelle Umfeld belastet. Ursache dafür sei vor allem die Covid-19-Pandemie. So lag der Konzernumsatz auf Basis vorläufiger, noch nicht testierter Zahlen mit 2.349 Mio. Euro rund sechs Prozent unter dem Vorjahreswert. Die konjunkturbedingte Investitionszurückhaltung vor allem in Europa beeinträchtigte das Geschäft. Im vierten Quartal verschlechterten sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen durch die Covid-19-Pandemie unvorhergesehen nochmals erheblich, was sich deutlich im Umsatz niederschlug, der mit 659 Mio. Euro signifikant unter dem Vorjahresquartal lag (797 Mio. Euro).

Das vorläufige operative Ergebnis (EBITDA) ohne Restrukturierungsergebnis lag im Gesamtjahr bei 102 Mio. Euro, nach 180 Mio. Euro im Vorjahr. Die EBITDA-Marge ohne Restrukturierungsergebnis erreichte damit 4,3 Prozent und volumenbedingt und aufgrund von Produktmixeffekten nicht den Vorjahreswert von 7,2 Prozent. Darüber hinaus belasteten insbesondere die im Geschäftsjahr 2019/20 gebuchten Einmalaufwendungen für die Neuausrichtung des Unternehmens (275 Mio. Euro) das Ergebnis des Geschäftsjahres 2019/20 planmäßig. So lag das vorläufige Ergebnis nach Steuern bei –343 Mio. Euro (Vorjahr: 21 Mio. Euro).

Rainer Hundsdörfer (Quelle: Heidelberg)

„Das Geschäftsjahr 2019/2020 war geprägt von einem sich deutlich verschlechternden konjunkturellen Umfeld weltweit, das sich auch auf unsere Kunden und Heidelberg ausgewirkt hat. Mit dem im März kommunizierten Maßnahmenpaket haben wir die Weichen gestellt, um Heidelberg langfristig zu stabilisieren, unsere Liquidität zu verbessern und die Profitabilität Schritt für Schritt zu steigern. Die Covid-19-Pandemie stellt Heidelberg und die gesamte Branche vor erhebliche Herausforderungen, die wir an der Seite unserer Kunden und mit dem, was Heidelberg als Technologierführer in der Druckindustrie zu bieten hat, meistern werden. Mit vereinten Kräften werden wir gestärkt aus der Krise hervorgehen“, sagt Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg.

Die vollständige Meldung finden Sie hier.

Andreas Tietz

Andreas Tietz ist Diplom-Journalist mit Spezialisierung auf technisch-wissenschaftliche Themen. Nach mehreren Jahren in der IT-Branche berichtet er seit 2006 in verschiedenen Fachmedien über Neuigkeiten aus der Druck- und Papierindustrie sowie der Verpackungsindustrie.

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