21. Oktober 2020
Dr. Lars Hancke, Heiner Klokkers, Bernd Groh (beide hubergroup) + Nora Sophie Griefahn (C2C NGO)

hubergroup: Cradle-to-Cradle soll Industriestandard werden

Der internationale Cradle-to-Cradle Congress (C2C) ist Anfang Februar in Berlin in die sechste Runde gegangen. Er entwickelt sich immer mehr zum Pflichttermin fĂŒr alle, die eine echte Kreislaufwirtschaft nach dem C2C-Regelwerk etablieren wollen. Die BeitrĂ€ge der renommierten Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Politik und Gesellschaft machten deutlich, dass sich Umweltschutz und Wirtschaftswachstum keinesfalls ausschließen, sondern eine sinnvolle Symbiose eingehen können.

Als Hauptpartner auf dem Kongress wollte die hubergroup, einer der fĂŒhrenden internationalen Druckfarbenhersteller, die Wichtigkeit der Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz unterstreichen: „Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und sehen es als unsere Aufgabe an, nicht nur die eigenen Produkte und Prozesse zu optimieren, sondern ihr Wissen weiterzugeben und ein StĂŒck weit Bildungsarbeit zu leisten“, betont Heiner Klokkers, der Vorsitzende der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der hubergroup, die tiefe soziale Verwurzelung des 255 Jahre alten Familienunternehmens. In Berlin hat sich der Druckfarbenhersteller mit seinen innovativen Ideen und Projekten als Vorreiter und wichtiger Ansprechpartner im Druckfarbenbereich prĂ€sentiert und berichtet darĂŒber in einer Pressemitteilung.

Cradle-to-Cradle, so der Anspruch, solle immer mehr zum Industriestandard werden. Um diesem Vorhaben gerecht zu werden, gehe die Huber Group mit gutem Beispiel voran. So hat das Unternehmen bereits fĂŒr die im indischen Werk Vapi gefertigten Offsetfarben das Cradle-to-Cradle Material Health Zertifikat erhalten und arbeitet auf die Vollzertifizierung hin. hubergroup Italien ist ebenfalls bereits mit einer breiten Gecko-Palette Cradle-to-Cradle zertifiziert.

Im Rahmen seines Vortrags auf dem Kongress richtete Heiner Klokkers einen Appell an Unternehmen, Verbraucher und Politik und rief zum Handeln auf. Der Druckfarbenhersteller selbst hat bereits einige Leuchtturmprojekte auf den Weg gebracht. Eine Erfolgsgeschichte ist die Partnerschaft mit dem Brauereikonzern Carlsberg, der auf dem C2C Congress mit der hubergroup einen gemeinsamen Stand betrieben hat. In Zusammenarbeit mit dem Bierhersteller stellte der Druckfarbenspezialist einmal mehr sein großes Engagement fĂŒr nachhaltige Produkte heraus. So werden die Flaschenlabels fĂŒr Carlsberg seit Anfang 2019 mit den Cradle to Cradle silberzertifizierten hubergroup Eco-Offset-Inks Premium Plus bedruckt. Dieses Konzept soll in naher Zukunft um weitere Biermarken der Großbrauerei ausgebaut werden. Aber auch andere strategische Partnerschaften wie die mit einem fĂŒhrenden deutschen Discounter oder einem internationalen Möbelhaus sollen weiter ausgebaut werden.

„Nachhaltigkeit ist ein Thema, das uns alle angeht. Nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir etwas bewegen und den Markt nachhaltig verĂ€ndern. Der C2C Congress war fĂŒr uns eine wichtige Plattform, uns mit strategischen Partnern auszutauschen und zu vernetzen. Wir sehen uns nicht nur als TechnologiefĂŒhrer, der sich mit seinen Mitbewerbern in der Welt der Druckfarben auseinandersetzt, sondern als Influencer, der seine Follower in allen Bereichen der Gesellschaft hat und nicht nur in der Druckbranche“, sagt abschließend Bernd Groh, Global Product & Portfolio Manager SF/UV hubergroup.

Nachhaltigkeit hat viele Facetten

Ein praktisches Beispiel fĂŒr das Kreismodell ist das Werk der hubergroup im indischen Vapi. Um das Abwasser auf einen Wert von Null zu reduzieren, wurde eine Wasseraufbereitungsanlage errichtet, mit der 95 Prozent des Wassers aus dem Abwasserstrom zurĂŒckzugewonnen werden. Lediglich fĂŒnf Prozent Frischwasser mĂŒssen zugefĂŒhrt werden. Es kompensiert den Wasserverlust durch das Verdampfen bei der Wiederaufbereitung. In Deutschland und einigen Regionen Europas nimmt der Hersteller das Wasser, das beim Auswaschprozess der Lackwerke anfĂ€llt von seinen Kunden zurĂŒck und lĂ€sst es ebenfalls wiederaufbereiten. 25 Prozent dieses Wassers werden in gereinigter Form fĂŒr die Produktion von Non-Food-Lacken eingesetzt.

Das soziale Engagement des Druckfarbenherstellers manifestiert sich in dem siebenstelligen Euro-Betrag pro Jahr, mit dem die hubergroup seit mehr als zehn Jahren die MAA Foundation unterstĂŒtzt. Die MAA Foundation fĂŒhrt Bildungsprojekte fĂŒr Lehrer, SchĂŒler und Studenten durch, um das Bildungsniveau in lĂ€ndlichen Gegenden im Westen Indiens zu verbessern. Damit soll auch solchen Kindern und Jugendlichen eine gute Bildung ermöglicht werden, die nicht die nötigen finanziellen Mittel dafĂŒr aufbringen können.

Andreas Tietz

Andreas Tietz ist Diplom-Journalist mit Spezialisierung auf technisch-wissenschaftliche Themen. Nach mehreren Jahren in der IT-Branche berichtet er seit 2006 in verschiedenen Fachmedien ĂŒber Neuigkeiten aus der Druck- und Papierindustrie sowie der Verpackungsindustrie.

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