26. Februar 2020

Komori übernimmt MBO-Gruppe

Der japanische Druckmaschinenhersteller Komori übernimmt die MBO-Gruppe, einen Anbieter von Maschinen für die Buchbinder- und Druckweiterverarbeitungsindustrie. Wie beide Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung heute mitteilen, wurde eine entsprechende Vereinbarung zwischen Komori und den MBO-Gesellschaftern bereits unterzeichnet. Der Übernahme müssen die Behörden noch zustimmen. Im Frühjahr 2019 war die Übernahme von MBO durch die Heidelberger Druckmaschinen AG vom Bundeskartelamt untersagt worden.

Seit der Gründung im Jahre 1923 produziert und vertreibt die Komori-Gruppe insbesondere hochwertige Offsetdruckmaschinen. Seit 2009 konzentriert sich Komori verstärkt auf die Entwicklung des sogenannten Print-Engineering-Service-Provider-Geschäfts (PESP) und betreibt eine Diversifizierung seines Produktportfolios. Besonders die Vermarktung von Schneidemaschinen, Stanzmaschinen, Stapelwendern und anderen Weiterverarbeitungs-Aggregaten für den Verpackungsdruck wurden vorangetrieben. Durch den Erwerb der deutschen MBO-Gruppe kann Komori Lösungen für gesamte Prozesskette vom Druck zur Weiterverarbeitung sowie IoT-basierte Cloud-Lösungen wie KP-Connect weltweit anbieten. Mit der Akquisition soll zudem der Eintritt in Post-Press-Lösungen für den Akzidenzdruck erleichtert werden – ein für die Komori-Gruppe neues Geschäftsfeld. MBO wurde 1965 in Deutschland gegründet und ist inzwischen weltweit mit Maschinen und Automatisierungslösungen für die Weiterverarbeitung von Digital- und Offsetdruck auf dem Markt. Mit der Marke Herzog+Heymann adressiert das Unternehmen zudem Mailing-, Pharma- sowie Sonderanwendungen und bietet mit dem „CoBo-Stack“ den weltweit ersten kollaborierenden Roboter für das Abstapeln von Falzprodukten an.

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